Home

Das Jubiläumsjahr 2008

Wilhelm Heinrich Focke wäre am 3. Juli 130 Jahre alt geworden, wenn er nicht 1974 nach einem Unfall mit 96 Jahren gestorben wäre.

Die virtuelle Focke-Galerie wird hier weiter gepflegt, nachdem die reale „Galerie Focke“ in Bremen nach über einem Jahr exellenter Ausstellungen wieder schließen musste.

Wir zeigen Ihnen die neuesten Entdeckungen von verschollenen Bildern Fockes, die über die ganze Welt verstreut sind. Stellen Ihnen die geplanten Ausstellungen vor und informieren Sie über das Focke-Filmprojekt DIE FOCKE BRÜDER - PIONIERE DER LUFTFAHRT, produziert vom PINGUIN-Film u. RADIO BREMEN und das Buch „Wilhem Heinrich Focke – Ein Norddeutscher Maler, Flugzeugpionier und Erfinder“, herausgegeben von Helmut Hadré im Bremer Carl Ed. Schünemann Verlag erschienen.

Wilhelm Focke war, wie der langjährige Bremer Kunsthallendirektor Günther Busch formulierte, getrieben von einem „leonardeskem Drang“ nach Erfindungen und Entdeckungen, die er in hunderten von Zeichnungen und Skizzen festhielt, die seine Genialität und brilliante Zeichentechnik belegen.

Aber auch seine Affinität zu den „Brücke Malern“ und der sich Anfang 1900 ändernden Darstellung des Menschen und der Natur, weg von der akademischen Auffassung hin zur natürlichen Bewegung des nackten Menschen in der Natur und bei Focke besonders auch in der Verbindung zum Tier, sprich Pferd, zeigt seine kunsthistorische Bedeutung heute in einem neuen Licht! Seine Tier-, Landschafts- und Meeresbilder sind von einer geballten Ausdruckskraft, die sich in einer expressiven Gestaltung der Natur, des Himmels und des nackten Menschen in der Natur darstellt.

Bereits seine frühen Flugzeugentwürfe und das 1908 erhaltene Reichspatent für das von ihm erfundene Fluggerät „ENTE“, mit dem er als erster deutscher Pilot (Aviator) 1909 auch in Berlin -Potsdam geflogen ist und damit nationalen Ruhm erntete, machte ihn schlagartig berühmt. Mit seinem 12 Jahre jüngeren Bruder Henrich (Focke-Wulf Flugzeugwerke) entwickelte er dieses Flugzeug weiter. Außerdem erfand er noch Katamarane, Strand- und Eissegler, Windkraftrotore, Gezeitenkraftwerke und vieles mehr!

Während seiner fliegerischen Entdeckungszeit gelang ihm aber auch sein künstlerischer Durchbruch mit Hilfe seines Freundes Max Liebermanns zwischen 1908 – 1910 durch eine Ausstellung von Pferde- und Reiterbildern vom Berliner Tierpark im berühmten Kunstsalon der Cassierer. Da er ein „Pferdenarr“ war, gelangen ihm Gemälde und Zeichnungen von Pferden und Reitern von unnachahmlicher Qualität, von denen sein Freund Max Liebermann sagte „ne Focke, det kann ick nich“! Seine Bilder fanden danach internationale Anerkennung und sind über die ganze Welt verteilt.

In den Jahrzehnten seines Schaffens ist er seiner künstlerischen Linie, die er am Anfang des vorherigen Jahrhunderts gefunden hatte, treu geblieben: es ist sein „fockescher“ Stil, der ihn in der Zuordnung von allen „ismen“ befreite und einmalig machte!

Das neue Focke-Buch:
Wilhelm Heinrich Focke - Ein Norddeutscher Maler, Flugzeugpionier und Erfinder (Herausgegeben von Helmut Hadré) , ISBN-10: 3796118828 , ISBN-13: 978-3796118821 [Mehr]


 


   Wilhelm Heinrich Focke in London (1905)