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Das neue Buch: Überraschende Wiederentdeckung des Norddeutschen Malers, Flugzeugpioniers und Erfinders Wilhelm Heinrich Focke

Der Bremer Verlag Carl Ed. Schünemann hat eine Biographie von Helmut Hadré über den Maler, Flugzeugpionier und Erfinder Wilhelm Focke vorgestellt.

Zum ersten Male wird hier seine Biographie präsentiert in dem sich mehrere Kunsthistoriker mit dem Werk des 1878 geborenen Wilhelm Focke befassten. Im Anhang sind Bildersammlungen der Kunsthalle und Focke Museum und überwiegend Bremer Familien im Werkverzeichnis aufgeführt.

Wem ist schon bekannt, dass Wilhelm Focke, Sohn des Gründers des Focke – Museums in Bremen, Ratssyndikus Dr. Johann Focke, und 12 Jahre älterer Bruder des Flugzeugkonstrukteurs und Hubschraubererfinders Prof. Henrich Focke, als einer der ersten Deutschen mit dem von ihm erfundenen Flugzeug, die ENTE, 1909 geflogen ist. Dieses, als er sein Malerstudium an verschiedenen deutschen Kunstakademien fast abgeschlossen hatte und als freier Künstler in Berlin und Bremen arbeitete.

Bei seiner ersten Ausstellung mit Pferde- und Reiterbildern im berühmten Berliner Kunstsalon von Paul Cassierer um 1908 soll sein Freund Max Liebermann gesagt haben: „…nee Focke, det kann ick nich…“. Focke war ein „Pferdenarr“ und seine Pferdebilder und Zeichnungen waren einfach genial.

Doch auch seine Landschafts- und Meeresbilder sind geprägt von einem tiefen Empfinden zur Norddeutschen Landschaft. Der begeisterte Eisläufer, Ehrenmitglied des Bremer Eisvereins, hat viele Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen, teilweise mit Eisläufern und Seglern, des Blocklandes, der Wümme- und Hamme Niederungen bis Worpswede sowie Alpen- und Schwarzwaldbilder hinterlassen.

Doch nicht nur das Eissegeln, auf zwei oder drei Kufen, interessierte diesen sportlichen Mann, sondern auch das Strandsegeln. So fuhr er schon mit einem von ihm selbst konstruierten Segelroller 1908 über den Strand von Juist, seiner Lieblingsinsel, von der er viele Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen gemalt hat. Auch das von ihm erfundene Segel - Doppelrumpfboot „WAR“ (Frühling), der Vorläufer des heutigen Katamarans, hat er als Modell am Strand von Juist getestet.

Fockes malerischen Fähigkeiten demonstrierte er in hunderten von Zeichnungen, in denen er u. a. seine vielen Erfindungen in voller Aktion zeigte. Die diversen Flugzeugkonstruktionen, die ihm als Aufklärer- u. Rettungsflieger im 1. Weltkrieg über der Nordsee zur Nutzung von Wasserflugzeugen einfielen geben ein Zeugnis von seinem Einfallsreichtum. Er beriet seinen Bruder Henrich immer wieder bei den Konstruktionen seiner Flugzeuge und entwarf bis in die 30er Jahre selbst weitere Flugzeugtypen.

Zehn Jahre, von 1919 - 1929 war er Dozent an der Kunstgewerbeschule in Bremen. Danach arbeitete er wieder als freier Künstler bis zu seinem Lebensende 1974.

Seine Bilder sind über die ganze Welt verstreut, da die Nachfahren seines großen Freundeskreises und Liebhabern seiner Bilder von 1920 bis 1970 diese in ihre neuen "Heimatländer" mitgenommen haben. Doch auch in vielen Bremer Familien hängen noch heute seine ausdrucksstarken Bilder an den Wänden.



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Die von der Presse als Wiederentdeckung eines alten Bremer Malers gefeierten Ausstellungen kulminieren 2008 in der Jubiläumsausstellung zum 130. Geburtstag von WF im Focke-Museum vom 26.10.08 – 6.01.09 und in einer Jubiläumsausstellung in Wangerooge vom 16.03.- 1.10.08. Weitere Ausstellungen fanden 2007 in Juist und 2009 - 2010 in der neu benannten Wilhelm-Focke-Oberschule in Bremen statt.

Zudem wurde 2009 der TV Dokufilm "Die Brüder Focke - Pioniere der Luftfahrt" produziert, der viel Medienaufmerksamkeit erregte und Ende November 2009 erstmalig in der ARD ausgestrahlt wurde.



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Fischer im Watt

Ufersaum u. Meeresblick, Juist 1935

Spielende Pferde 1937

Eissegler 1931

Torfbauern a. d. Wümme 1912